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Ich bin kein großer Freund von Rufzeichen in Headlines. Denn sie überdramatisieren viel zu oft. Heute ist das aber nicht der Fall. Denn es geht darum, den eigenen Blick auf die Dinge zu ändern. Und zwar komplett.

Je länger man sich dem Thema Finanzbildung widmet, desto klarer wird eine Einsicht. Das, was neudeutsch als Financial Literacy bezeichnet wird, lässt sich nicht einfach vermitteln. Dabei ist es kein pädagogisches Problem, sondern ein systematisches. Denn uns allen wurde beigebracht, auf eine bestimmte Art zu denken.

 

Wir denken systematisch falsch

Dieser Denkansatz sieht folgendermaßen aus:

1. Geld verdient man durch Arbeit.

2. Geld gibt man für folgende Dinge aus: Wohnen, Mobilität, Nahrungsmittel, Kleidung und Unterhaltung.

 

Und jetzt wird es spannend. Denn um zu verstehen, wie man in finanziellen Angelegenheiten denken sollte, muss man diese beiden Zugänge ganz einfach miteinander kombinieren. Und zwar zu folgendem Satz:

 

Geld verdient man durch Arbeit, Wohnen, Mobilität, Nahrungsmittel, Kleidung und Unterhaltung.

 

Wenn man das einmal verinnerlicht hat, fällt es einem wie Schuppen von den Augen. Zu erkennen, dass Ausgaben auch zu Einnahmen werden können, lässt einen die Welt mit völlig anderen Augen sehen.

 

Das Geld ist niemals weg

Das teure iPhone erscheint in einem ganz anderen Licht. Schließlich lässt es beim eigenen Unternehmen die Kasse klingeln. Wenn der Staat Bau-Aufträge in Milliardenhöhe vergibt, macht das Spass. Schließlich wandert das selbst abgeführte Steuergeld über einen kleinen Umweg wieder in der eigenen Tasche. Es ist ein Kreislauf. Das Geld ist zu keinem Zeitpunkt weg. Es wechselt nur immer wieder den Besitzer.

 

Der Trick ist, den Kreislauf niemals zu verlassen. Wer es extrem mag, der kann dabei ausschließlich bei Unternehmen Geld ausgeben, an denen er beteiligt ist. Ich persönlich finde die Idee zwar romantisch, aber nicht zwingend nötig. Denn wie ihr aus anderen Blogbeiträgen wisst, versuche ich meine Ausgaben zu optimieren (also gleiche Leistung für weniger Geld – siehe auch https://michaelplos.com/2017/12/07/anleitung-so-spart-man-richtig/).

 

Und so geht’s

Bleibt nur noch die Frage, wie man die Seite wechselt. Ganz einfach: Investiert in einen breit gestreuten (Branchen, Länder, Währungen) Aktienfonds und bespart diesen regelmäßig (Stichwort Sparplan – näheres dazu hier: https://michaelplos.com/2018/03/19/sparplan-nicht-perfekt-aber-alternativlos/ ). Dann spart ihr euch das Was (weil ihr “alles” kauft) und auch das Wann (weil ihr “ständig” kauft).

Ich wünsche dabei viel Erfolg! Und heiße euch auf „der anderen Seite“ herzlich willkommen!

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