Mein Warum

Warum startet man im Jahr 2017 überhaupt noch einen Blog? Und dann noch dazu im stark umkämpften Bereich der Finanzblogs? Das sind gute Fragen. Denn so wenig Aufwand ist das gar nicht. Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung ist es eine Frage der Skalierbarkeit. Es geht darum, dass man die gleichen Fragen nicht immer wieder aufs Neue beantworten will (muss). Heißt: 80 Prozent der Fragen lassen sich mit 20 Prozent des Aufwands beantworten. Diese 20 Prozent des Aufwands soll dieser Blog (zumindest auf Sicht) abdecken. Freilich gibt es immer Details. Und die kosten Zeit. Das sind dann die 80 Prozent.

 

Doch um welche Frage geht es überhaupt? Die gesuchte Frage lautet: Welche Auswirkung hat das Verhalten von Mario Draghi auf die zukünftigen Startchancen von heute noch sehr kleinen Kindern bzw. Babies? Oder anders: Wie begegnet man der Null- bzw. Negativ-Zinsphase, wenn man für seine Kinder vorsorgen will?

 

Diese Frage wirkt simpel. Dennoch ist es die richtige Frage – auch für erwachsene Menschen. Die Perspektive ist entscheidend. Denn: Es geht darum, was will ich meinen Kindern im Alter von 18 bis 26 (finanziell) mit auf den Weg geben können? Das heißt gleichzeitig, dass man sich nicht fragt, was man mit dem Geld für die Kinder zum Kindergarteneintritt, Volksschuleintritt etc. machen wird.

 

Wenn man sich darüber klar wird, dass die Veranlagung für Kinder einen Zeitraum von plus/minus 20 Jahren abdeckt, erkennt man die Chancen, die sich einem bieten. Bis vor wenigen Jahren hätte ich gesagt, man peilt den 18. Geburtstag an. Dann brauchen die Kinder Führerschein und Auto. Als Wiener habe ich meine Meinung diesbezüglich geändert. Führerschein tendenziell weiterhin ja, Auto eher nein. Braucht man eh fast nie. Wer weiß, vielleicht fahren die Autos bis dahin eh schon flächendeckend autonom. Und wenn nicht gibt es sicher ein noch viel besser ausgebautes Car Sharing Netz als heute.

 

Das Sparbuch ist – zumindest aktuell – kein Teil der Strategie. Und wird es wohl auch zukünftig nicht sein. Die Strategie sieht aber regelmäßige Einzahlung vor, wie wir sie aus den guten alten Sparbuchzeiten kennen.

 

Das Zauberwort heißt Index. Und es geht nicht darum den Index zu schlagen, sondern einfach den Index bzw. dessen Performance mitzunehmen. Folgende Parameter sind entscheidend: Breit aufgestellt sein, Kosten gering halten, regelmäßig einzahlen. Und das war es auch schon.

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